COVID-19 - eine dramatische Bilanz

Seit dem 11.3.2020 hält uns die Coronapandemie in Atem, turbulente und schwere Zeiten für alle. Die Kinderschutzbünde schlagen Alarm, die Frauenhäuser verzweifeln, Gewalt gegen Kinder und Frauen, schutzlos ausgelieferte Opfer - wo geht die Reise hin und ist dies noch verhältnismäßig, wenn ganze Existenzen vernichtet werden, nachdem die öffentlichen Stellen kaputt gespart wurden?

 

Ich lese heute wieder von einer Einladung zur Ärztefortbildung zum Thema Kindeswohlgefährdung und auch diesen Post von Marlene Lufen.

 

Schlimm genug waren die Zeiten ohne COVID-19, nun drehen förmlich alle am Rad. In den Familien brennt es an allen Ecken und Enden. Im letzten Lock-Down haben wir ein junges Mädchen an einem Suizid verloren, sie legte sich auf die Gleise und hatte doch noch ihr Leben noch vor sich, gerade habe ich einen jungen Mann in die Psychiatrie eingewiesen mit suizidalen Phantasien und schizoaffektiver Störung, er wollte vom Balkon der Praxis springen. In zahlreichen Familien mit schwer autistisch gestörten Kindern verzweifeln die Eltern, weil die Schulen überfordert sind, wenn denn überhaupt Unterricht statfinden darf, die so immens wichtige und essentielle Alltaggsstruktur fehlt, die geregelten Abläufe fehlen. Diese schwer kranken Kinder werden hierzulande aus allen Kliniken und Einrichtungen geradezu ausgespuckt, niemand will sie haben, niemand will sich kümmern, die Zeit fehlt, die Expertise auch. Die euphemistischen Formulierungen von Inklusion bescheren mir Übelkeit, ist es doch eine weitere katastrophale Soparmaßnahme unter dem Deckmantel der beschönigenden Worte. Wo s ollen denn diese Kinder und Familien hin? Sie stehen auf Wartelisten in den überranten Psychiatrien, in der überlaufenen Praxen und in den überfüllten Klinikfluren - niemand will sie haben, sie sind die GOMAs (get out of my emergency room!) in diesen Zeiten. Und wenn es im Glücksfall einen Arzt gibt, der sich ihrer annehmen könnte, werden die Kosten der behandlung schlicht nicht übernommen...

 

Aus Wuhan wissen wir, dass all dies gehäuft geschieht.

 

Wir sind nicht imstande die Ärzte und medizinisches Personal zu impfen, auch die schützenswerten Gruppen nicht. Würde meine Mutter in eine Pflegeheim leben, würde sie lieber den Tod mit COVID19 vorziehen als auf Liebe, Berührung, Anblick meines Antlitzes zu verzichten und an sozialer und emotionaler Deprivation zu sterben, den Lebenswillen zu verlieren.

 

Wäre mein Bruder nicht 2009, sondern im Lock-Down verstorben, hätte ich es vorgezogen mich mit OVID19 zu infizieren als mich von ihm nicht verabschieden und seiner Bestattung nicht beiwohnen zu dürfen. Ich wäre verrückt geworden.

 

Und was macht die Politik? Sie schaut tatenlos zu. Ist sie doch der Hauptverursacher dieser Misere durch jahrezehntelange Kaputtsparpolitik an allen Fronten!!!

 

Ist das alles noch verhältnismäßig?! Hatten wir nicht im letzten Lockdown genügend Zeit uns vorzubereiten auf die zu erwartende 2. Welle - die war doch so sicher wie das Amen in der Kirche!? Wer darf die Zeche zahlen? Wir haben unser Rückgrat der Gesellschaft, die Mittelständler allesamt in die Insolvenz getrieben, aber Banken und Lufthansa gerettet, was ist mit der Pflege? In den Kliniken wird weiter der Rotstift angesetzt, da geht mir das Messer in der Tasche auf, wenn vordergründig für Pfleger geklatscht wird.

 

Soll ich dafür klatschen? - NEIN!!! Die Hütte brennt!!!

 

Mein Buch "Gesundheitswesen im freien Fall - Lernen wir aus der Coronakrise?" wird bald erscheinen. Erwachen Sie mit mir gemeinsam aus dem Traum eines reichen und schönen Deutschlands!

Eure

Originalbeitrag: https://shazi24.blogspot.com/2021/

Vorschaubild von Tumisu auf Pixabay

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